Allasch - Kümmel nach baltischer Tradition

30. September 2021 Flaschenpost | Neuvorstellung

Namensgeber für den hochprozentigen Kümmellikör ist das livländische Rittergut Allasch der Familie von Blankenhagen. Hier im lettischen Allažmuiža in der Nähe von Riga war seit 1823 die Heimat des originalen Allasch Doppel-Kümmel derer von Blankenhagen. Hier auf dem Besitz der Familie soll der Legende nach erstmalig aus Kümmelsamen Likör hergestellt worden sein. Dabei handelt es sich um einen unter Verwendung von Kümmeldestillat hergestellten Kümmel-Likör, der sich  durch seinen hohen Alkoholgehalt von über 40 %, ein starkes Kümmelaroma und einen reichlichen Zuckerzusatz auszeichnet.

In der Folge wurde der Allasch Doppelkümmel zum gefragtem Getränk und in großem Umfang nach Russland, den Vereinigten Staaten, Skandinavien, Großbritannien und seinen Kolonien sowie nach Frankreich exportiert. Im Land der Trikolore war er auch als Creme d' Allasch Likeur bekannt. Besonders erfolgreich beim Export des edlen Tropfens war der in Riga ansässige Agent J.A.Mentzendorff & Co.

Auf der Leipziger Messe 1830 wurde der Allasch-Kümmel so erfolgreich präsentiert, dass in der Region in und um Leipzig viele ortsansässigen Brennereien begannen, Allasch herzustellen.

Im Laufe der Zeit wurde der Kümmellikör sehr populär und zur regionalen Spezialität. Dabei hat der „Echte Leipziger Allasch“ einen Alkoholgehalt von 38 %. In der Messestadt wird der Kümmel eisgekühlt gerne als Digestif und zum Kaffeeklatsch getrunken. Hier ist der Allasch Doppelkümmel klar, süß und kalt zusammen mit der Leipziger Gose auch als sogenannter Regenschirm bekannt und wird im Gespann serviert. Die Gose ist eine historische obergärige Bierspezialität, bei der neben der alkoholischen Gärung auch eine bakterielle Milchsäuregärung eine Rolle spielt. Diese führt zum typischen säuerlichen Geschmack, der an Berliner Weiße erinnert. Außerdem werden beim Herstellungsprozess Salz und Koriander beigegeben. Ursprünglich stammt die Gose aus der Harzregion, wo der Fluss Gose wohl der Namenspatron für das trübe Bier ist. Im Mittelalter verbreitete sich die Gose nach Osten und fand in der Region um Leipzig, Halle und Dessau eine neue Heimat. Einer Legende nach soll der „Alte Dessauer“ Fürst Leopold von Anhalt Dessau die Gose 1738 in Leipzig populär gemacht haben. Hier wurde sie dann zum unverzichtbaren Bestandteil  der Trink- und Gasthauskultur. Verbürgt ist die Verbreitung der Gose im Raum Leipzig ab 1824 und wurde dann zusammen mit dem Allasch Kümmellikör zum beliebten Gedeck der Sachsen in der Messemetropole. Der Original Allasch oder Alash kam aber weiterhin aus dem Baltikum und erfreute sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit und heimste als der große Doppelkümmel-Likör auf  Messen und Weltausstellungen in London, Antwerpen und Paris Medaillen und Auszeichnungen ein und wurde so ein flüssiger süßer Botschafter der Ostsee und des Baltikums. Diese Entwicklung wurde 1940 durch die Enteignung deutschen Eigentums in der Lettischen Sowjetrepublik beendet. Die Familie von Blankenhagen ging nach Schwerin in Mecklenburg und gründete die Baltische Liqueurfabrik Otto von Blankenhagen, um hier mit Elan die Produktion des Baltischen Kümmels wieder aufzunehmen. In den 1950er Jahren der DDR verliert sich dann aber die Spur der Familie und des Unternehmens sowie der alkoholischen Spezialität im mecklenburgischen Schwerin des real existierenden Sozialismus. In Leipzig überlebte der Leipziger Allasch als volkseigenes Getränk und wurde vom VEB Stadtkellerei Leipzig für den Bevölkerungsbedarf hergestellt. Heute können wir als Weinhandlung F. Schollenberger an der Ostsee mit Stolz und Expertise unseren Alash/Allasch in guter alter Tradition der Baltischen Liqueurfabrik zu Schwerin nach traditionell bewährter Rezeptur herstellen, anbieten und die glorreiche Zeit des originalen baltischen Premium-Kümmels zur Freude unserer werten Kundschaft wieder aufleben lassen.

 

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